Revier

Ruhrblicks Revier

 

 

 

 

 

Der Ruhrpott.

Unendliche urbane Weiten… nee, zum Glück ist der Pott da ganz anders. 😉

Wir sind irgendwie zwar Metropole oder behaupten das zumindest, seitdem „Essen für das Ruhrgebiet“ mal Kulturhauptstadt Europas war. Aber gleichzeitig sind wir auch Provinz und mögen diese reichlich zersplitterte Melange einer Stadt-Industrie-Naturlandschaft, die wir sind und die man von den zahlreichen Halden aus bestens ins Auge nehmen kann. Da reihen sich dann Fußballfelder an alte überwucherte Industriebrachen, ländliche Strukturen und Bauernhöfe an mittelständische Industriegebiete, dazwischen liegen Neubausiedlungen und alte Ortskerne. Alles ziemlich durcheinander.

Und immer wieder findet man Überreste der alten Industrievergangenheit mittendrin. Kohle und Zechen waren bekanntlich mal, inzwischen ist daraus Industriekultur geworden. Aus Industriebrachen wurden zum Teil Landschaftsparks, zum Teil Naturflächen, daneben gibt es südlich aber auch nördlich des Ruhrgebiets ausgedehnte Waldgebiete.

 

Beste Bedingungen fürs Mountainbiken, also. 🙂

Auch wenn der Norden des Ruhrgebiets eher etwas flacher ausfällt – zum Ausgleich dafür gibt es eine Menge interessanter Halden, auf denen man vorzüglich biken kann. Einige weisen sogar gebaute Strecken und Jumplines auf wie die Halde Hoppenbruch. Andere locken mit toller Aussicht und eindrucksvollen Landmarken.

Außerdem kann man die Haard als eines der größten Waldgebiete am nördlichen Rand des Ruhrgebietes fürs Mountainbiken empfehlen, mit einem riesigen Wegenetz und einigen sehr schönen Trails. Im Winter kann man hier wegen des sandigen Bodens sehr gut fahren und gerade auch Einsteiger werden in dem hügeligen Waldgelände gut zurechtkommen.

Südlich des Reviers bieten die Ruhrhöhen auf beiden Seiten der Ruhr wunderschöne Waldgebiete mit unerwartet hoher Traildichte. Wo viele Menschen leben, gibt es ein dichteres Wegenetz als in vielen ländlichen Regionen und vor allem:  viele Trails.

Zwischen Dortmund und Duisburg gibt es hier bei uns so viele interessante Gebiete zu entdecken, dass ich mir ein wenig Zeit nehmen möchte, euch diese in ihrer Charakteristik demnächst vorzustellen. Denn selbst wenn man sich auf seinen eigenen Hometrails und in der eigenen Region gut auskennt – andere Spots kennt man vielleicht noch nicht oder noch nicht so gut, obwohl sie meistens nicht weit entfernt liegen.

Was es bei uns übrigens bislang eher selten gibt: offiziell genehmigte MTB-Strecken. Obwohl es natürlich schön wäre, wenn wir mehr davon hätten – zum Glück sind wir darauf nicht direkt angewiesen, denn das Landesnaturschutzgesetz für NRW stellt das Mountainbiken inhaltlich mit dem Wandern gleich, entsprechende Rücksichtnahme auf andere Wegenutzer vorausgesetzt.

Und das sollten wir doch wohl hinbekommen, oder?